Dienstbesprechung der unterfränkischen Leiter der Atemschutzwerkstätten und Atemschutzausbilder im Ratssaal in Knetzgau

7. November 2017
Aus dem BFV ...
Die Leiter und Ausbilder der unterfränkischen Atemschutzwerkstätten trafen sich am Wochenende zu ihrer Dienstbesprechung im Rats- und Kultursaal in Knetzgau.

„Das Datum ist immer fix“, wie Brandrat Jürgen Schemmel von der staatlichen Feuerwehrschule Würzburg erklärt: „Immer am ersten Samstag im November“. Der Ort für die Dienstbesprechung wird zwischen den zwölf fränkischen Landkreisen und Städten im Wechsel festgelegt. In diesem Jahr fand die 26. Besprechung in Knetzgau statt, wo sich auch das Atemschutzzentrum für den Landkreis Haßberge befindet. Gut 60 Feuerwehrleute aus ganz Unterfranken fanden sich im Rats- und Kultursaal in Knetzgau ein, um sich von verschiedenen Referenten Informationen über aktuelle Probleme zum Thema Atemschutz einzuholen. Der Schwerpunkt lag dabei im Bereich der Entwicklung von Atemschutzgeräten, deren Wartung sowie der Ausbildung und Technik, über die eingangs Brandrat Jürgen Schemmel detailliert informierte.

„Das Atemschutzzentrum wurde im Jahr 1988 unter dem damaligen Mentor Helmut Leikauf in Knetzgau gebaut“, erklärte Kreisbrandmeister Michael Diehm, seit drei Jahren Leiter des Atemschutzzentrums, den Gästen in einem eigenen Referat. In diesen 29 Jahren fanden für 15 000 Teilnehmer Belastungsübungen statt und 2100 Feuerwehrleute wurden in den Schulungsräumen unter fachlicher Anleitung ausgebildet. Dafür sind aktuell sechs Kreisbrandmeister und drei Sanitäter im Atemschutzzentrum in der Industriestraße in Knetzgau tätig. Der Schwerpunkt unter der fachmännischen Ausbildung der Kreisbrandmeister liegt in der Prüfung der Gerätetechnik. Hier vermitteln die Experten unter anderem, wie man Druckbehälter reinigt und wartet. Außerdem werden die Teilnehmer unter erschwerten Bedingungen - dazu werden Zusatzgewichte beim Gehen oder Joggen angelegt - zu Geräteträgern ausgebildet. Hier liegt der Schwerpunkt vor allem auch zur Befähigung zum Einsatz mit dem Chemikalienschutzanzug (CSA), wie Michael Diehm weiter ausführte. Die Sanitätskollegen, die im Atemschutzzentrum arbeiten, betreuen die Übungsteilnehmer, das heißt sie überwachen fachmännisch die Belastungsübungen und die  Vitalfunktionen und achten auf die Einhaltung der geltenden Vorschriften.

Ein reger Austausch der Teilnehmer über eigene Erfahrungen in der  Ausbildung, der Wartung von Geräten und besonderen Einsätzen und Ereignissen rund um das Thema Atemschutz rundete die Dienstbesprechung in Knetzgau ab.